Der Graz Airport im Steigflug – zwischen Sommerträumen, Rekorden und nachhaltigen Visionen
Von außen betrachtet ist der Flughafen Graz ein Regionalflughafen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Hier wird nicht nur geflogen, sondern gedacht – unternehmerisch, strategisch, zukunftsorientiert. 2025 war ein Erfolgsjahr, 2026 verspricht neue Höhenflüge.
Mit über 831.000 Passagieren und einem Frachtrekord von 19.500 Tonnen konnte sich der Airport einmal mehr als bedeutender Knotenpunkt in Südösterreich positionieren. Während Linienverbindungen wie Frankfurt, Wien oder Zürich eine stabile Säule bilden, zeigt sich der Charterbereich mit fast vier Prozent Zuwachs besonders dynamisch. Sommer, Sonne, Strand – Graz hebt direkt ab. Neu im Flugplan: Olbia, das Tor zur sardischen Lebensfreude.
Doch der Graz Airport denkt über Starts und Landungen hinaus. Als Veranstaltungsort für Messen, Kongresse und Gourmetevents hat sich das Areal einen Namen gemacht – darunter auch der Mobilitätskongress „Contact“ mit über 750 internationalen Teilnehmern.
Ein echtes Leuchtturmprojekt ist die geplante Photovoltaik-Großanlage auf Wiesenflächen am Flughafengelände. Mit 16 MWp Leistung trägt sie über die Hälfte zur größten Einzelmaßnahme des städtischen PV-Masterplans bei – eine Ansage in puncto Klimaneutralität. Auch sonst wird konsequent in Nachhaltigkeit investiert: elektrische Bodenstromversorgung, neue E-Fahrzeuge, Umrüstung auf LED.

Strukturell weht ebenfalls frischer Wind. Seit Jahresbeginn ist der Flughafen Teil der Vorstandssparte „Mobilität & Freizeit“ der Holding Graz. Mit einem neuen Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Wolfgang Malik und einem klaren strategischen Fokus auf die wirtschaftliche und ökologische Weiterentwicklung ist der Flughafen mehr denn je ein zentraler Player in der Area South.
„Der Airport verbindet Graz mit der Welt – und das auf zunehmend nachhaltige Weise“, betont Wolfgang Grimus. „Mit neuen Direktverbindungen wie London oder Olbia und innovativen Projekten im Umweltbereich zeigen wir, dass ein Regionalflughafen nicht nur mobil, sondern auch verantwortungsvoll sein kann.“ Wer also demnächst abhebt, darf sicher sein: Hier geht’s nicht nur ums Ankommen, sondern um Zukunft mit Perspektive.

