Abtauchen, ankommen, aufblühen: Das neue Le Primore in Hévíz

Frau sitzt am Rand des dunklen Innenpools im Le Primore Hotel & Spa in Hévíz

Hévíz kennt man. Den Duft von Schwefel in der Luft, den Thermalsee als Legende, das Versprechen von heilendem Wasser, das schon die Großeltern kannten. Neu ist nur, wie viel Luxus sich hinter diesem alten Versprechen heute verbergen darf. Mit dem Le Primore Hotel & Spa ist 2025 in Westungarn ein Ort entstanden, der Wellness nicht als Zusatzprogramm versteht, sondern als ganze Landschaft – als einen Raum, in dem man sich bewusst verlieren darf: im warmen Wasser, im Duft exotischer Öle, an Abenden, die eher wie kulinarische Premieren wirken als wie gewöhnliche Restaurantbesuche.

Luftaufnahme des Le Primore Hotel & Spa in Hévíz mit Poollandschaft, Liegewiese und Gebäude
Das Le Primore Hotel & Spa in Hévíz aus der Vogelperspektive.

Eine Badelandschaft, die zur Bühne wird

Wer hier „kurz schwimmen“ gehen will, muss umdenken. Im Eden Spa wartet keine gewöhnliche Poollandschaft, sondern eine weitläufige Wasserwelt für alle Altersgruppen, die trotzdem nie nach Hallenbad aussieht. Schon beim ersten Schritt hinein wird klar: Hier geht es um Erholung mit Haltung. Erlebnisbecken mit sanft massierenden Wasserstrahlen holen Körper und Kopf in den Urlaubsmodus, Whirlpools machen Loslassen im warmen Wasser plötzlich ganz leicht. Wer lieber Bahnen zieht, findet ein 25-Meter-Schwimmbecken – klar, ruhig, ideal, um den Kopf freizubekommen.

Sein eigentliches Versprechen löst das Haus aber im Thermalbecken ein: innen wie außen gefüllt mit 34 bis 36 Grad warmem Heilwasser aus der hauseigenen Quelle, mineralreich und wohltuend. Genau diese Wärme lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Stimmung weich werden. Wer dem Kreislauf lieber mit Kälte auf die Sprünge hilft, findet zusätzlich Kneipp-Tretbecken mit Warm-kalt-Wechsel. Ein Detail, das für die Qualität spricht: Das gesamte Wellnessangebot steht ausschließlich Hotelgästen offen. Weniger Trubel, mehr Ruhe, mehr Platz für das eigene Tempo.

Mosaikverzierte Thermal-Grotte mit Whirlpool im Eden Spa des Le Primore
Die Thermal-Grotte im Eden Spa: Heilwasser trifft auf besondere Architektur.

Bali, ganz ohne Langstreckenflug

Für alle, die noch tiefer abtauchen wollen, gibt es einen zweiten Ruhepol: das Mewali Balinese Spa. Wer schon einmal in einem wirklich guten Spa war, kennt den Unterschied zwischen einer Massage und einem Ritual. Genau dort setzt Mewali an – mit zertifizierten balinesischen Therapeutinnen und Therapeuten, sanften Dehnungen, präzisen Druckpunktmassagen und fließenden Bewegungen, die sich wie eine kleine Reise anfühlen. Die Behandlungen arbeiten mit aromatherapeutischen Ölen, sinnlich und erdend zugleich. Wer noch mehr will, wählt eines der Rituale: exotische Techniken, duftende Ölanwendungen und traditionelle Zeremonien, die nicht nur entspannen, sondern spürbar etwas zurücklassen. Für alle, bei denen sich Stress gern im Kopf oder in den Händen festsetzt, gibt es außerdem eigene Kopf-, Hand- und Fußbehandlungen – mit genau jenem schwer zu beschreibenden Gefühl von Leichtigkeit danach.

Wenn das Abendessen zum Ereignis wird

Wellness macht bekanntlich hungrig – und im Le Primore ist Essen kein Pflichtprogramm, sondern ein eigenes Erlebnis. Das La Vie Gourmet Restaurant versteht sich als kulinarisches Atelier: saisonal, kreativ, modern gedacht. Neben der Karte gibt es Vier- und Siebengang-Menüs, bei denen Aromen und Texturen wie eine kleine Erzählung aufgebaut sind.

Besonders macht das Haus aber sein monatliches Programm: Unter dem Motto „Treffen der Köche“ lädt Küchenchef Attila Borda regelmäßig eine Gastköchin oder einen Gastkoch ein, um gemeinsam ein saisonales Menü zu entwickeln. So entstehen nicht nur neue Gänge, sondern auch jene besondere Stimmung, die entsteht, wenn echte Profis miteinander kochen. Dabei denkt das Le Primore nicht nur an klassische Feinschmecker: Beim „Kid’s Only Gourmet Dinner“ wird Kindern zwischen sechs und vierzehn Jahren die große Küche spielerisch und farbenfroh erklärt, beim „Flow & Glow“-Degustationsdinner dreht sich alles um Eleganz und den Frauentag. Dazu kommen Abende mit klarer Haltung – etwa im Zeichen von SVÉT, mit Fokus auf heimische Zutaten, Nachhaltigkeit und zeitgenössische ungarische Küche, oder ein portugiesischer Vier-Gänge-Abend.

Hévíz, neu gelesen

Das Le Primore ist kein Wellnesshotel von der Stange. Es ist ein Ort, an dem Wasser viele Rollen spielt: Heilquelle, Erlebnis, Rückzug und Spielwiese zugleich. Dazu ein Spa, das Bali nicht kopiert, sondern mit eigener Handschrift übersetzt – und eine Küche, die nicht nur satt macht, sondern Geschichten erzählt, manchmal sogar als ganzen Abend. Wer hier eincheckt, reist nicht nur nach Ungarn. Vor allem reist man weg vom Lärm.

Gut zu wissen
Le Primore Hotel & Spa *****superior
8380 Hévíz, Ungarn
leprimore.hu