ARSONORE 2025 – Eine Ode an die Freiheit

Es gibt Konzerte. Es gibt Festivals. Und es gibt ARSONORE – das internationale Musikfest der Überraschungen, das vom 3. bis 7. September 2025 in Graz seine Zelte im Minoritensaal und der Oper aufschlägt. Wo sonst musikalische Konventionen regieren, feiert ARSONORE den Brückenschlag: zwischen Kulturen, Generationen, Genres – und nicht zuletzt zwischen Herz und Verstand.

Nach dem gefeierten Jubiläumsjahr 2024 widmet sich das Festival heuer einem Thema, das aktueller nicht sein könnte: Freiheit. „Grenzenlos“ lautet das vielsagende Motto, das sich wie ein roter Faden durch fünf dichte Abende zieht – mit sorgsam kuratierten Konzertprogrammen, literarischen Reflexionen und hochkarätigen Gästen aus aller Welt.

Den Auftakt macht ein Eröffnungsabend, der nicht nur musikalisch berührt, sondern ein kraftvolles Zeichen gegen Spaltung und Ausgrenzung setzt. Junge Talente von der Ukraine bis Taiwan, vom Iran bis Israel begegnen einander in einem fein gesponnenen Klangteppich – auf Augenhöhe und jenseits politischer Narrative. Schauspieler August Schmölzer liest Texte über gelebte Menschlichkeit, Bestsellerautor Arnold Mettnitzer und Psychiater Michael Lehofer philosophieren über Spiritualität und die Kraft der Versöhnung. Den musikalischen Höhepunkt bildet George Gershwins „Rhapsody in Blue“, interpretiert in der Originalfassung für zwei Klaviere – ein Welthit als Freiheitsbotschaft.

Auch an den folgenden Abenden bleibt ARSONORE seinem Credo treu: Klassik wird nicht museal konserviert, sondern lebendig gemacht. So verhandeln Mahler und Schostakowitsch die Absurditäten des Daseins, während Mozart, Enescu oder Francaix für luzide Momente sorgen. Der thematische Bogen reicht von „Ausgegrenzt!“ über „Exotic Baroque!“ bis hin zur Opern-Matinée „Rosen ohne Dornen“ – mit einer der führenden Sopranistinnen Europas, Christina Landshamer.

Ergänzt wird das Programm durch literarische Beiträge u. a. von Julia Stemberger und Wolfram Berger, historische Tanzkunst, barocke Klangwelten und ein jazzig-virtuoses Finale mit dem Ensemble Scurdia. Die Mitwirkenden lesen sich wie ein Who’s who der internationalen Musikszene – darunter Thomas Gansch, Dalibor Karvay, Markus Schirmer, das Ensemble Gamma ut, Nachwuchstalente der Kunstuniversität Graz sowie Gäste aus mehr als zehn Nationen.

ARSONORE ist kein Festival zum Zurücklehnen. Es ist eine Einladung, sich einzulassen. Auf die Vielfalt der Welt. Auf überraschende Perspektiven. Und auf die Erkenntnis, dass Offenheit kein Luxus ist, sondern eine Notwendigkeit. Wer Ohren und Herzen öffnet, wird hier reich beschenkt.

Alle Infos und Tickets: www.arsonore.at

Foto: Christian Jungwirth