1.550 Meter roter Teppich werden am Samstag, 24. August ausgerollt, wenn 750 Genussmenschen an der Langen Tafel in der Grazer Innenstadt Platz nehmen …

Das Erfolgsformat Lange Tafel der Genusshauptstadt Graz ist gekommen, um zu bleiben: Bereits zum zwölften Mal lädt Graz Tourismus zum herausragenden kulinarischen Event des Jahres und man hört, dass einige Stammkunden aus dem asiatischen Raum heuer sehr kurzfristig ihre Tickets zurückgegeben haben – daher kann der eine oder die andere in puncto Ticket durchaus noch Glück haben und wieder verfügbare Karten möglicherweise ergattern.

Last-Minute-Tickets

Auf der Website www.genusshauptstadt.at  können Spontane vielleicht noch einen der 750 Plätze am oder um den Hauptplatz an der weißen Langen Tafel ergattern. Auch in der Tourismusinformation Region Graz in der Grazer Herrengasse 16 sowie in jeder Ö-Ticket-Verkaufsstelle gibt es möglicherweise noch die Chance.

Die Lange Tafel in Zahlen

  • 150 Personen für Küche, Service, Logistik
  • 1.550 m roter Teppich
  • 5 Sattelschlepper mit Equipment (Stühle, Tische, Gläser, Porzellan, Wäsche)
  • 9.500 Stück Gläser
  • ca. 10.000 Besteckteile
  • 8.000 Teller
  • 1.200 Flaschen Wein
  • 1.500 Flaschen Mineralwasser
  • 600 Flaschen Bier
  • 15 kg Butter
  • 1.520 Stück Brot
  • 400 Kerzen
  • ca. 7.500 Blumen

Diesmal soll das Wetter laut Vorhersage mitspielen – im Falle von Schlechtwetter und damit verbundener Absage im öffentlichen Raum werden die Karten zu Gutscheinen, die bei den rund 30 GenussHauptstadt-Partnerbetrieben eingelöst werden können.

Die Lange Tafel ist als als „Green Event“ zertifiziert und zeigt die hohe Qualität der steirischen Produkte – und was die Köche aus den Partnerbetrieben der GenussHauptstadt daraus machen.

 

Beitragsbild: Graz Tourismus - Werner Krug

 

Runterfahren, nach innen schauen und Intentionen setzen. Der Herbst eignet sich ideal für eine Kakao-Zeremonie.

Um den Kakao ranken sich viele Legenden.  Vor rund dreitausend Jahren begann in Südamerika die Geschichte des Kakaos und irgendwo zwischen Maya und Azteken hat der Mythos seinen Ursprung, dass aus dem Blut einer Prinzessin die Kakaopflanze entsprungen sei. Eine andere Legende erzählt, dass Kakao aus dem Regenwald auftaucht, wenn es ein Ungleichgewicht zwischen Mensch und Natur gibt, um den Menschen zu helfen, ihre Herzen zu öffnen und zu einem Zustand der Harmonie und des Gleichgewichts zurückzukehren. Hier liegen wohl auch die gesundheitsfördernden Wirkungen des Rohkakaos begründet. Hier beginnt ebenso die erste Kakao-Zeremonie meines Lebens.

Kakao

Sonja Bloder (o.) bereist die Welt, um neue Kulturen, Lebensweisen und Traditionen kennenzulernen. Yoga und Kakao sind in ihrer Arbeit enge Verbündete. Foto: Studio Herzfeld

Kakao als Entscheidungsfinder

Sieben Frauen sind wir, die sich willkürlich via Videocall zusammengefunden haben und unter Anleitung von Eva Klampfer gemeinsam an einer Kakao-Zeremonie teilnehmen. Eine Woche zuvor trifft per Post mein georderter, zeremonieller Rohkakao aus Indonesien ein. Es ist ein sommerlicher Vormittag, an dem ich mir laut Eva nun eine „Wohlfühlatmosphäre“ schaffen soll. Auf ihr Anraten hin habe ich heute weder Kaffee getrunken noch gefrühstückt. Ich sitze neugierig-gespannt in meinen relativ herzeigbaren Gammelklamotten in meinem Wohnzimmer vorm Laptop. Alles, was zu stimulierend auf mich wirken könnte, sollte ich für die nächsten eineinhalb Stunden aus meiner Umgebung verbannen. Auf einem Stövchen am Couchtisch steht mein zeremonieller Rohkakao. Diesen sollte ich etwa 30 Minuten vor Beginn der Zeremonie nach schriftlicher Anleitung zubereiten, bloß nicht über 50 Grad und bestenfalls in einem Keramiktopf mit Holzquirl langsam erhitzen.

Kakao

Foto: Carmen Draxler

Meine erste Erkenntnis: Ich habe keinen Keramiktopf. Mit einem Holzquirl bin ich immerhin dank meiner Matcha-Vorliebe vertraut. Zweites Learning: Rohkakao hat so gar nichts mit dem Kakao zu tun, den wir im Supermarkt oder in Drogerien vorfinden. „Die Eigenschaften von echtem Kakao gerieten in Vergessenheit. Die Urkakaobohne wurde in unseren Breitengraden während der Industrialisierung mit Milch und Zucker vermischt, entölt und in Massen angebaut“, erklärt Eva, die seit 2020 Kakao-Zeremonien anbietet.

Gleich zu Beginn unseres Videokreises erfahren wir mehr über die gesundheitsfördernde Wirkung der Bohne. Konzentrationsfördernd sei sie, unter anderem auch sanft belebend, entwässernd und wirke präventiv gegen Herz- und Kreislauferkrankungen. Rund 300 aktive Inhaltsstoffe findet man angeblich in so einem Edelkakao, „der achtsam konsumiert dazu beitragen kann, Entscheidungen bewusster zu treffen, neue Perspektiven zu gewinnen und den Raum zwischen Reiz und Reaktion zu vergrößern“, so Eva. Kombiniert mit dem Neumond, der für Intention, Vision und Klarheit steht, soll unsere Kakao-Zeremonie also doppelt reinkicken. Na bumm. Dann wollen wir mal.

Die herbe Güte des Kakaos

Vollgesaugt mit Infos über Ursprung und Wirksamkeit des Kakaos und Neumonds begleitet uns Eva auf einer Meditations­reise zum eigenen Zukunfts-Ich und beim impulsgebenden Journaling. Dazwischen trinken wir immer wieder schluckweise den bitteren, sämigen Rohkakao und setzen jede für sich ihre Intentionen – persönliche, berufliche, familiäre, whatever. Klingt weitaus spiritueller, als es ist. Aber ja: Man muss offen für das Unbekannte sein, um neue Erfahrungen machen zu können. Übrigens gibt es nicht den einen Ablauf für eine Kakao-Zeremonie. Manche Anbieter kombinieren diese etwa mit Yoga oder Musikritualen.

„Der Kakao wird dabei Teil des Ganzen, fördert deine Offenheit und bringt dich in den Moment“, erklärt die Steirerin ­Sonja Bloder, die weltweit Retreats veranstaltet. Sie selbst ist das erste Mal in Guatemala in lokalen Zeremonien mit ursprünglichem Kakao in Berührung gekommen. „Der Prozess von der biologischen Bohnenernte bis zum Rohkakao-Block ist aufwendig und erfordert viel Achtsamkeit von den Farmern“, so Bloder. Behutsames Zubereiten und Trinken führe diese Valenz fort. Am Ende unserer Zeremonie sind wir alle überrascht, emotional so bewegt zu sein. „Kakao ist herzöffnend“, hat Eva eingangs erwähnt. Sie hatte recht.

Von Tina Veit-Fuchs

Info

Eva Klampfers Kakaozeremonien

Kakaozeremonien mit Sonja Bloder

Beitragsbild: Ioana Motoc/Pexels
Ob im Garten oder am Wegesrand: Wildkräuter und -blumen sprießen nahezu überall. Die Gute Nachricht: Um sie als Lebens- oder Heilmittel nutzen zu können, muss man keine Kräuterhexe sein.

Spitzwegerich

Foto: Ruckszio/Adobe Stock

Ein Wildkraut, das man im Sommer so gut wie überall findet, ist der Spitzwegerich. Die meisten kennen ihn als Zutat im Hustensaft, dabei hat er als Heilpflanze
noch zig andere Talente: Zum Beispiel als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Bienen- oder Wespenstichen – einfach ein paar Blätter zerdrücken und auf die Stichstelle pressen. Wer Spitzwegerich mehrere Wochen in Honig einlegt, erhält einen aromatischen Brotaufstrich, der auch schleimlösend wirkt und das Immunsystem stärkt. Frisch gepflückt und klein geschnitten verleihen die länglichen grünen Blätter Salaten eine tolle Würze.
Wer seinem Spinat das gewisse Etwas verleihen will, mixt etwas Spitzwegerich dazu – perfekt mit Kartoffeln, ­Omeletts oder Eierspeisen. Auch im Beet, im Topf oder im Balkonkasten gedeiht ­Spitzwegerich übrigens prächtig.

Foto: Markus Winkler

Schafgabe

Durch ihren intensiv würzigen Geschmack eignet sich die Schafgarbe perfekt als Zutat für Kräuterbutter und -salz, Brotaufstriche, Gewürz­essig, Gemüsegerichte, Brot- und Nudelteig oder Kräuterlimonade. Bekannt ist das Korbblütler-Gewächs aber vor allem wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften: Schon in der Antike galt es als Frauenheilkraut, das gegen Wechseljahresbeschwerden und durch seine entkrampfende Wirkung unter anderem gegen Menstruationsschmerzen, aber auch bei Migräne und wetterbedingten Kopfschmerzen und Darmbeschwerden hilft. Für eine Tasse Schafgarbentee zwei Teelöffel Schafgarbenkraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, eine Viertelstunde ­ziehen lassen und abseihen.

Foto: sherlesi/Adobe Stock

Löwenzahn

Auch wenn die gelben Löwenzahnblüten die Wiesen nur bis Juni zum Leuchten bringen – die essbaren Blätter können das ganze Jahr über geerntet werden. In der Kräuterheilkunde gelten die salatähnlichen, gezackten Blätter als Superstars – und Heilmittel für Gicht, Rheuma sowie Gallen-, Leber- und Magen­leiden. Kein Wunder, denn sie stecken voller sekundärer Pflanzenstoffe, Kalium, Magnesium, Phosphor und Vitaminen (C, K und Provitamin A). Die leicht bitteren Blätter schmecken roh als ­Salat, gekocht wie Spinat oder in Form eines Pestos: Dafür einen Bund Löwenzahnblätter waschen, trocknen und in feine Streifen schneiden, mit zwei Esslöffeln gerösteten Sonnenblumenkernen, zwei Knoblauchzehen, 100 bis 120 ml Olivenöl, einem Esslöffel Parmesan sowie Salz und Pfeffer in einem Mixer fein pürieren.

„Die Natur ist die beste Apotheke.“ – Sebastian Kneipp

Sammeltipps für Wildblumen und -kräuter

Frische Pflanzen haben die Heilwirkung und den besten Geschmack. Für den Transport nach Hause eignen sich stabile Stoff- oder Papiersäckchen, in denen sich kein Kondenswasser bilden kann. Wichtig: Immer nur so viel sammeln, wie man verbrauchen bzw. zubereiten kann.
Nur Pflanzen sammeln, die man eindeutig kennt bzw. bestimmen kann. Kräuterführungen, -seminare bzw. ein Pflanzenführer können weiterhelfen.
Nur an wenig verschmutzten Standorten sammeln – Grünflächen mitten in der Stadt, typische Hundespazierwege, Wiesen am Straßenrand bzw. gedüngte/gespritzte Flächen vermeiden. In Naturschutz- und Pflanzenschutzgebieten ist Sammeln nicht erlaubt. Ebenso darauf achten, keine geschützten Pflanzen zu pflücken.

Foto: Harald Biebel/Adobe Stock

Gänseblümchen

Kräuterexperten zufolge sollen Gänseblümchen schön machen – kein Wunder, bei dieser geballten Ladung an Inhaltsstoffen: Neben Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen und Vitamin C stecken die kleinen Korbblütler voller sekundärer Pflanzenstoffe und enthalten den verdauungsfördernden Ballaststoff Inulin. Gänseblümchen gelten als schleimlösend, entzündungshemmend und sollen den Stoffwechsel anregen. Grund genug, sie in Zukunft öfters zu verzehren – als Zutat im Salat, im Kräuter­topfen oder als essbare Suppen­dekoration. Genießbar sind Blätter, Knospen und Blüten, wobei jüngere Pflanzen den besten Geschmack aufweisen.

Tipp

Toller Hingucker für Sommerdrinks: Blüten wie Stiefmütterchen, Gänseblümchen und Veilchen in Eiswürfeln mit einfrieren.

Foto: Olga Miltsova/Adobe Stock

Stiefmütterchen

Neben Gänseblümchen sollten zukünftig auch Stiefmütterchen auf unserem Speise­plan stehen. Denn die Veilchenart bezirzt nicht nur die Geschmacksknospen mit einem angenehm süßen, nussigen Aroma – sie sorgt auch für den absoluten Hingucker-Effekt, sei es im Salat, in der Marmelade, als Drink-Deko oder frisch bzw. kandiert auf Süßspeisen. Zum Kandieren einfach die Blütenblätter in einen Mix aus Eiweiß und Wasser tauchen, mit Staubzucker bestreuen und im Backrohr bei 50 Grad trocknen. Wichtig: Immer nur unbehandelte Pflanzen verwenden! Der wilde, kleinere Verwandte des Stiefmütterchens ist übrigens das Duftveilchen. Sammeln und Weiterverarbeiten zahlt sich aus – das im Veilchen enthaltene Methylsalicylat wirkt schmerzlindernd wie Aspirin.

Foto: acrossphoto/Adobe Stock

Hauswurz

Früher trug die Hauswurz den Namen Dach- oder Donnerwurz und musste – einem Dekret von Karl dem Großen zufolge – auf jedem Dach gepflanzt werden. Auch wenn dies heute nicht mehr der Fall ist, hat das Dickblattgewächs Aufmerksamkeit verdient: Es verfügt über ähnliche Heilkräfte wie die Aloe vera. So hilft der Saft der Blätter gegen Sonnenbrand, Schwellungen und Insektenstiche, kühlt, wirkt schmerzstillend und fördert die Wundheilung. Dazu einfach ein Blatt abbrechen, zusammendrücken und den Saft auf der Haut verteilen. Sich eine Hauswurz für daheim zuzulegen, bringt – neben ihren heilsamen Eigenschaften – noch weitere Vorteile: Sie braucht wenig Pflege, kaum Wasser, ist winterhart und sieht noch dazu hübsch aus.

Von Anja Fuchs

Beitragsbild: Dušan Zidar/Adobe Stock

 

Zwei Tage lang präsentiert das Landhotel Seppenbauer in St. Salvator bei Friesach kulinarisches Handwerk der Extraklasse und verwandelt das Hotel in einen quirligen, köstlichen Marktplatz – ein Forum der Begegnung für Gourmets und Spitzenköche, Ausnahmewinzer und Wissbegierige, Top-Produzenten und Entdecker.

Gerhard Porsches gediegenes Landhotel wird am 17. und 18. September zu einem Hotspot für Genießer. Das Motto: große Küche zum Anfassen, in familiärem Ambiente mit entspannter Live-Musik und viel Wissenswertem zu absoluten Top-Produkten des Alpe-Adria-Raumes.

Hochkarätige Winzer aus Istrien, der Steiermark und Kärnten, Whiskybrenner, Olivenöl- und Käseexperten, Spezialitäten Brauer und Speckproduzenten geben sich ein Stelldichein; Ziegenkäse aus Istrien, erlesene Schokolade aus Kärnten, Orange Wines, Veronelli-Olivenöle und vieles mehr warten darauf, verkostet zu werden.

Vier herausragende Vertreter der Jeunes Restaurateurs d‘Europe bereiten Köstlichkeiten zu, lassen sich über die Schulter gucken, essen mit den Gästen und geben Tipps. Die idealen Zutaten dafür – und fürs Nachkochen zu Hause – kommen frisch von den Bauern der Umgebung und von handverlesenen Produzenten von hier bis zum Mittelmeer.

Auszug aus der beeindruckenden Gästeliste:

Die Köche: Markus Rath vom Rathhaus am Längsee (2 Gault Millau-Hauben), Lukas Kappeller (Steyr, 2 Gault Millau-Hauben), Thomas Gruber vom „Gasthaus“ in Pörtschach (2 Gault Millau-Hauben), Priska Thuring vom Restaurant Dubravkin Put in Zagreb („Bestes Restaurant in Zagreb 2016“).

Die Winzer: Marcus Gruze vom Weingut Georgium am Längsee, Niklas Peltzer vom Weingut Meinklang, Südoststeiermark, Familie Ploder vom Weingut Ploder-Rosenberg aus dem steirischen Vulkanland, Sam Kegley und Georg Lexer vom Kärntner Weingut Karnburg, Giorgio Clai aus Istrien und seine außergewöhnlichen Weine und das für Amphorenweine bekannte Weingut Kabola aus Istrien.

Die Brenner: Valentin Latschen von der Brennerei Pfau, Jasmin Haider von der Whisky Destillerie Waldviertel.

… und viele mehr.

Im Gourmet-Tagespackage von € 85,- sind auch die Eintritte in das angeschlossene Oldtimer- und das Sportwagenmuseum von Gerhard Porsche inkludiert.

Köstlicher Marktplatz am 17. und 18. September, 10.00 bis 18.00 Uhr

Landhotel Seppenbauer – Marktplatz 6, 9361 St. Salvator

www.seppenbauer.eu