Das magische Yoga Festival & Retreat im Seehotel Jägerwirt auf der Turracher Höhe lädt Anfang Dezember drei Tage lang zur Einkehr und besonderen Erlebnissen.
Atmosphärische Klänge von Didgeridoo, Harmonium und Djembé erfüllten bereits im September ein Wochenende lang das Seehotel Jägerwirt am sonnenverwöhnten Ostufer des Turracher Sees. Erstmals bildete diese Natur- und Soundkulisse über drei Tage hinweg die fantastische Basis für ein Feelgood-Festival voller Yoga, Musik, Community und mehr. Als Herzensprojekt setzte man damit in dem Familienbetrieb den Auftakt für die Zukunft als Mental Wellness-Destination in den Kärntner Nockbergen. Und bekräftigt mit dem aktuellen Soul Sangha Retreat, gemeinsam mit Veranstalterin Alexia Kulterer von yogalexia & ALKEMY Soul® Travel, die Ausrichtung zum Retreat Hotel mit Sinn für Spiritualität, Naturverbundenheit und Gesundheit.

Foto: Anja Koppitsch
Yogalake Retreat
Aus über 20 Yogaklassen mit Workshops und Einheiten zu Themen wie Meditation, Mental Health, Kirtans (Wechselgesänge & Erzählungen) oder Breathwork, setzten sich Teilnehmende komplett frei ihr persönliches „Yogalake Retreat Programm“ zusammen. Die inspirierenden Sessions wurden begleitet von einem lokal wie international bekannten Line Up, u. a.: Nico @ Nicoya Yoga (Psychedelic Breath®, Yoga Beats, Shake The Dust®), Sara Ticha (Vinyasa, Bhakti Yoga), Ajeet Lakshmi Kaur (Mantra Circle, Kundalini Yoga), Sarah Bergmair (Electronic Power Yoga), Christian Gianjot (Kundalini Yoga), Felipe Calvo Montero (Breathwork, Kirtan) oder Geoff Brooks (Hatha Yoga, Yoga Therapy, Pranayama) aus Australien. Musik und Sound kam unter anderem von den Rockstars der Yogi-Szene, Hanuman Project aus Bali, oder Georg Gratzers Woodwinds, live im Waldkonzert.
Sunrise Bergmeditation
Umrahmt von der Turracher Berglandschaft, See, Spa und veganer Ernährung im Seehotel Jägerwirt sowie viel Liebe und Spirit von dessen Betreiberpaar Sabine und Alex Springenschmidt, ist so in nur wenigen Tagen eine enge Gruppe und herzliche Yogafamilie entstanden.
Von der Sunrise Bergmeditation, über das täglich vitalisierend-kühle Bad im Bergsee bis hin zur balinesischen Blumenzeremonie zum Abschied bleiben einzigartige Momente für die Ewigkeit und tief beseelte Yoginis zurück und freuen sich jetzt schon auf die nächsten Events in der hoffentlich neuen Tradition – Namaste am Bergsee.
Kommender Termin
Fire & Ice Retreat mit Yoga und Breathwork vom 5.-8.12.2024,
gewidmet dem Feuer, mit Eisbaden und Bali Salju (Schnee)-Massagen und viele weitere im kompletten Yoga- und Wellbeing-Angebot beim Seehotel Jägerwirt unter www.seehotel-jaegerwirt.at.
Romantik Seehotel Jägerwirt
Jägerwirtsiedlung 63, A-8864 Turracher Höhe
T +43 4275 / 8257
E-Mail: urlaub@seehotel-jaegerwirt.at
Nicht wenige Menschen atmen „gegen den Körper”, also paradox: Sie ziehen den Bauch ein und heben den Brustkorb, wenn sie einatmen. Bei der Ausatmung wird die Bauchdecke losgelassen.
Richtig für den Körper ist jedoch
Einatmen: Bauchdecke locker lassen – so kann sich die Lunge nach unten ausbreiten und der Bauch schwingt nach vor.
Ausatmen: Bauchdecke spannt an, zieht sich zurück, da die Hilfsatemmuskeln die Lunge leeren.
Atemübungen und Alltagstipps
Bewusstes Atmen
Achtet man bewusst auf die Atmung, verlängert bzw. vertieft sie sich automatisch. Im Alltag immer wieder zwischendurch achtsam atmen und die Ruhe, die sich dadurch in uns ausbreitet, genießen.
Ausatmen verlängern
Indem wir verlängert ausatmen, regen wir den Vagusnerv an, der für Entspannung sorgt.
Aufrichten!
Richten Sie den Oberkörper auf – wer in sich zusammensinkt, hat gar nicht die Möglichkeit, tief zu atmen.
Alles fließt
Bei Stress und aus schlechter Gewohnheit halten wir manchmal den Atem an, was den Blutdruck hinauftreibt. Achten Sie darauf, dass der Atem immer (weiter-)fließt.
Der „siegreiche Atem”
Bilden Sie beim Ein- und Ausatmen mit geschlossenen Lippen stimmlos ein H. Das verengt die Stimmritze – Sie spüren den Atem in der Kehle und hören ein leises Rauschen. Diese Yoga-Übung mit dem Namen Ujjayi (sprich: Udschei) hilft, den Atem zu kontrollieren und zu verlängern. Sie schenkt Ruhe, beruhigt Ärger- und Stressgefühle.
Bei Flugangst und in Stresssituationen
Ausatmen verstärken: Restluft aktiv und vollständig ausatmen.
Bauchatmung betonen: Die Bauch- oder Zwerchfellatmung findet in der gesamten Taille bis hinunter zum Beckenboden statt. Wir weiten diesen Bereich wie einen Ballon in alle Richtungen – auch zum Rücken hin. So wird dies leichter spürbar – indem wir …
… Hände auflegen: Legen Sie eine Hand unter dem Nabel auf den Bauch, eine Hand auf den unteren Rücken. Versuchen Sie, dort die Atmung hinzuleiten. Dann die Hände seitlich an die Taille legen und den Atem dort hinlenken.
Kutschersitz: Im Sitzen beide Füße hüftbreit am Boden abstellen, Fußspitzen zeigen leicht nach außen. Unterarme auf den Oberschenkeln ablegen, der Oberkörper ist nach vorne geneigt, die Wirbelsäule bleibt gerade. Langsam durch die Nase einatmen und mit sanfter Lippenbremse ebenso langsam durch den Mund ausatmen.
Atem-Geh-Meditation: Verbinden Sie Schritt- und Atemrhythmus.
3 Schritte ein- und 3 Schritte ausatmen (oder 4 Schritte ausatmen).
(O)Mmmmhhh: Mit Summton ausatmen wirkt auf den Vagusnerv und beruhigt und entspannt.
Innere Bilder: Stellen Sie sich die Atmung wie Ozeanwellen vor oder atmen Sie wie die ruhig dahinziehenden Wolken aus. Positive Bilder und Erinnerungen regen die Entspannung an.
von Claudia Taucher
Beitragsbild: AdobeStock_328969492
Durch bewusstes Atmen, körperliche Praxis und Mediation fördert Yoga die Gesundheit von Körper und Geist. Und ist damit der perfekte Gegenpol zu unserem hektischen Alltag.
Das Göttliche in dir und mir
„Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir“, so die sinngemäße Übersetzung des Yogagrußes „Namaste“. Das Falten der Hände vor der Brust steht dabei für die Verbindung von rechter und linker Gehirnhälfte. Dieses Ritual zu Beginn und am Ende der Yogastunde meint: Wir zentrieren uns und richten unser Bewusstsein auf unser Innerstes – wir sind im Hier und Jetzt. Ebenso wie „Namaste“ kommt auch das Wort „Yoga“ aus dem Sanskrit und bedeutet Vereinigung. Damit ist das Grundprinzip der indischen Lehre schon umrissen, denn Yoga beruht im Wesentlichen auf der Einheit von Geist und Körper. Was banal klingt, geht uns im hektischen Alltag oft verloren. Denn wenn wir stundenlang am PC sitzen, von Meeting zu Meeting hetzen oder uns über den nervigen Kollegen ärgern, verlieren wir oft genau diese Verbindung. Stress lässt uns flach atmen, wir achten nicht mehr auf unsere Haltung, verkrampfen unsere Muskeln.
Yoga – Gesundheitsprogramm für den Körper
Wer häufig auf die Matte geht, trainiert nicht nur Körper und Geist, sondern fördert nachweislich Konzentration und Stressresistenz.

(Foto: istock)
Die Yogapraxis kann dabei helfen, wieder mit dem eigenen Körper in Verbindung zu kommen. Wer häufig auf die Matte geht, trainiert nicht
nur Körper und Geist, sondern fördert nachweislich Konzentration und Stressresistenz. Durch das regelmäßige und bewusste Ein- und Ausatmen durch die Nase werden innere Organe und Muskulatur optimal mit Sauerstoff versorgt. Studien haben sogar ergeben, dass regelmäßige Yogapraxis das Immunsystem stärkt und hohem Blutdruck und Burn-Out vorbeugen kann. Yoga ist damit ein wahrer Superstar unter den Work-outs. Die Übungen beim Yoga werden Asanas genannt und trainieren unterschiedliche Körperpartien. Die wohl bekanntesten sind der Lotussitz (Padmasana) und der herabschauende Hund (Adho Mukha Svanasana). Bei den einzelnen Asanas geht es mal intensiver, mal sanfter zur Sache. Wichtig ist es, nichts zu erzwingen und aufzuhören, sobald die Übung wehtut. Denn Yoga ist kein Leistungssport. Nach dem Motto „Alles kann, nichts muss“, geht es darum, in sich hineinzuhören und zu erkennen, was dem Körper in diesem Augenblick guttut. „Grundsätzlich kann jeder Yoga machen. Es ist jedoch nicht jede Yogarichtung für jeden Körper geeignet“, erkärt Lisa Schopp vom Studio Lotus Yoga in Graz. Menschen mit gesundheitlichen Problemen legt sie Yoga im Einzelunterricht ans Herz, denn da sei eine gezielte Praxis notwendig.
Gelassenheit lernen
Während der Übungen ist es gut, die Gedanken kommen und gehen lassen und sich ganz auf den Moment zu fokussieren. „Die Kondition kommt mit regelmäßiger Yogapraxis ganz von alleine. Wobei die Betonung auf regelmäßig liegt“, so Schopp. Wenn wir es dabei auch noch schaffen zu lächeln, sind wir dem göttlichen Gedanken von Yoga schon recht nahe. Durch regelmäßige Praxis gelingt es früher oder später, dieses Gefühl mit in den Alltag zu nehmen. Und zu lernen, in fordernden Situationen Kontrolle und Gelassenheit zu bewahren. Und wer weiß: Vielleicht gelingt es dann auch, beim nächsten Mal den nervigen Kollegen ganz entspannt anzulächeln. Namaste!
CLAUDIA PILLER-KORNHERR
Hier geht´s zum Interview mit Yoga-Profi Lisa Schopp
TERMINE
Yogaplanet
9. – 10. April 2016
Messecongress Graz
Vienna Yoga Confrence
9. -10- April 2016
MGC Center Wien
Beitragsbild: (c) istock
Lisa Schopp weiß, worauf es beim Yoga ankommt. In ihrem Studio Lotus Yoga in Graz gibt sie ihre Leidenschaft für die indische Lehre an ihre Schüler weiter.
Welchen Yogastil praktizieren Sie?
Es ist mehr eine Mischung aus verschiedenen Richtungen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe. Gerne verbinde ich kraftvolle Yogasequenzen aus dem Vinyasa- Yoga mit Elementen aus der Yogatherapie. Ich mag eine intensive Praxis, vermeide jedoch extreme Yogahaltungen. Je nachdem, wie es mir gerade geht, ist meine Praxis mal kraftvoller, mal sanfter.
Wer waren Ihre Lehrer?
Von 2007 bis 2008 wurde ich bei Lotus Yoga Montclair in New York von Jennifer Kohl zur Hatha- und Vinyasa-Yoga-Lehrerin ausgebildet. Ein paar Jahre später absolvierte ich noch eine Ausbildung bei Lord Vishnus Couch in Köln.
„Ich bin achtsamer geworden“
Inwiefern hat Yoga Sie verändert?
Ich bin achtsamer geworden im Umgang mit mir und mit meinen Mitmenschen. Ich scheue es nicht, mich kritisch zu hinterfragen, lasse jedoch genauso den liebevollen Blick zu. Letzteres ist ja oft schwieriger. In vielen Bereichen bin ich klarer geworden. Wenn mich ein Thema gerade sehr aufwühlt, dann versuche ich, es zuerst auf der Matte mit mir selbst auszumachen. Nachher sehe ich die Dinge meist viel klarer und objektiver.
Was lehrt Sie Yoga, was Sie Ihren Schülern mitgeben wollen?
Dem Leben zu vertrauen. Es gibt so viele Entwicklungen in unserem Leben, die wir nicht beeinflussen können. Wenn wir unser Bestes geben, dann dürfen wir auch loslassen und darauf vertrauen, dass es das Leben gut mit uns meint. Dafür gibt es eine schöne Übung, die man überall machen kann: „Schließe die Augen und nimm die Bereiche deines Körpers wahr, die mit der Erde Kontakt haben. Entspanne diese Bereiche mit der Ausatmung Richtung Erde.“
„Schon bei meiner ersten Stunde habe ich Feuer gefangen. Das ist jetzt mehr als zwölf Jahre her und seitdem ist Yoga Teil meines Lebens.“

(Foto: marioArt)
Kann eigentlich jeder Yoga praktizieren oder braucht es Vorkenntnisse oder besondere Kondition?
Grundsätzlich kann jeder Yoga machen. Es ist jedoch nicht jede Yogarichtung für jeden Körper geeignet. Das ist auch der Grund, warum ich Kurse mit verschiedenen Schwerpunkten anbiete. Das persönliche Gespräch mit Teilnehmern, die neu mit Yoga beginnen, ist mir besonders wichtig. Wenn ich die anfängliche Motivation für das Beginnen der Yogapraxis kenne, ist es auch leichter, einen Kurs zu empfehlen.
Verraten Sie uns Ihr Lieblings-Asana?
Ardha Chandrasana (Halbmond), das ist eine Balancehaltung, bei der ich mich ganz frei fühle.
Was war der schönste Platz, an dem Sie je Yoga gemacht haben?
Ich liebe es, Yoga am Meer zu machen. Dann stehe ich ganz zeitig in der Früh auf, um in die besondere Morgenstimmung am Meer einzutauchen. In diesen Momenten empfinde ich große Dankbarkeit und Freude.
Ihr Lieblingszitat zum Thema Yoga?
„Keep in mind that, when you practice yoga, you are not practicing to improve yourself.
You are perfect. The practice is there to help you know that.“(Maty Ezraty)
CLAUDIA PILLER-KORNHERR
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Lotus Yoga Graz
Beitragsbild: (c) marioArt
