Die Abende werden kühler, das Laub färbt sich golden, und über den Bergen liegt jetzt dieses besondere Licht, das nur der Herbst hervorbringt. Genau jetzt beginnt die schönste Zeit zum Wandern: Die Sommerhitze ist vorbei, die Wege sind leerer, und die Natur zeigt sich in ihren schönsten Farben. Von den Kykladen bis zum Himalaya, von der Schweizer Bergwelt bis zu den Dolomiten – neun Orte laden jetzt dazu ein, die Wanderschuhe zu schnüren und noch einmal Höhenluft zu schnuppern, bevor der Winter kommt.
Myconian Collection: Zu Fuß durch den Spätsommer

Wer Mykonos abseits der bekannten Beach Clubs erleben will, entdeckt die Insel im Herbst am besten zu Fuß. Schmale Pfade führen durch das karge Inselinnere, vorbei an Trockensteinmauern und kleinen Kapellen, hinunter zur Küste – etwa von Ano Mera bis zum Fokos Beach im Norden. Auch der Profitis Ilias, der höchste Punkt der Insel, lässt sich erwandern und bietet einen weiten Blick über die Kykladen. Das Meer ist zu dieser Jahreszeit noch angenehm warm für eine Abkühlung nach der Tour, und abends warten die Restaurants der Myconian Collection – von gehobener Küche bis zur entspannten Taverne. Weitere Informationen unter www.myconiancollection.gr
Le Rucher d’Évolène: Zwischen Dent Blanche und Lac Bleu

Im Walliser Bergdorf Évolène, im Val d’Hérens, blickt man schon beim Frühstück auf den Dent Blanche, dessen Gipfel stolze 4.357 Meter misst. Wer möchte, wagt sich mit dem Bergführer des Hauses auf eine mehrtägige Hochgebirgstour zum Viertausender; weniger erfahrene Wanderer erkunden die Schweizer Alpen auf geführten Touren, die individuell auf Kondition und Wünsche abgestimmt werden. Der Weg führt über weite Almwiesen, begleitet vom Läuten der Kuhglocken einer traditionellen Walliser Rinderrasse, bis zum Lac Bleu – einem Gletschersee mit glasklarem Wasser, der nach der Anstrengung die perfekte Abkühlung bietet. Weitere Informationen unter www.rucher.com
Terra Saar Weinresort & Spa: Der Weg zum Wein

Vom neu eröffneten Terra Saar ist es nur ein kurzer Weg zur Saarburg, von wo eine Bergbahn hinauf zum Warsberg führt – dem Ausgangspunkt einer Wanderung durch die Weinberge an der Saar. Der Weg folgt dem Fluss und den Reben bis nach Ayl, vorbei an Schieferhängen und kleinen Winzerhäusern, die seit dem 19. Jahrhundert zur Kulturlandschaft gehören. Ihre Form findet sich bei Terra Saar in den 20 Wingertshäuschen wieder, die sich an den historischen Weinberg-Unterständen orientieren. Wer mag, nimmt einen Weinwanderrucksack mit regionalen Produkten mit auf den Weg und macht mitten in den Reben Rast. Weitere Informationen unter www.terra-saar.com
Bhutan: Das Königreich im Himalaya

Grüne Täler, schneeweiße Gipfel und unberührte Natur, soweit das Auge reicht: Bhutan liegt mitten im Himalaya und zählt zu den eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften der Welt. Sechs Siebentausender liegen im Land, darunter der Gangkhar Puensum, der höchste noch unbestiegene Berg der Erde – das Bergsteigen oberhalb von 6.000 Metern ist seit 1994 gesetzlich verboten, denn viele Gipfel gelten als heilige Sitze von Schutzgeistern. In den Bergdörfern leben viele Menschen noch von traditioneller Landwirtschaft und Viehzucht, das Nomadentum ist tief verwurzelt. Wer durch diese Landschaft wandert, bewegt sich durch eine der letzten wirklich ursprünglichen Bergregionen der Welt. Weitere Informationen unter www.bhutan.travel
Son Bunyola, Mallorca: Raus aus den Sandalen, rein in die Wanderschuhe

Wenn die große Sommerhitze nachlässt, zeigt sich Mallorca von seiner ruhigsten Seite, und das Tramuntana-Gebirge wird zur Kulisse für ausgedehnte Herbstwanderungen. Ausgangspunkt ist Son Bunyola an der Nordwestküste: Das historische Anwesen erstreckt sich über mehr als 325 Hektar am Fuß der Berge. Direkt vom Hotel aus führt die Route Vuelta des General sieben Kilometer weit bis ins Bergdorf Banyalbufar, eine andere Wanderung zum historischen Ses Planes Observatory, einer ehemaligen Beobachtungsstation aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Nach dem Rückweg wartet im Sa Terrassa der Grill mit Meeresspezialitäten und ein Glas des hauseigenen Malvasia-Weißweins. Weitere Informationen unter www.virginlimitededition.com/son-bunyola
Grand Resort Bad Ragaz: Das Geheimnis des blauen Goldes

Wer die Heiltradition einer der bekanntesten Gesundheitsdestinationen Europas verstehen will, sollte dorthin gehen, wo sie ihren Ursprung hat: in die Taminaschlucht, tief im Alpsteingebirge, wo seit Jahrhunderten 36,5 Grad warmes Thermalwasser entspringt. Eine geführte Wanderung folgt der Tamina durch die Schlucht bis zum historischen Alten Bad Pfäfers; von dort führt ein gesicherter Weg weitere 450 Meter in den Fels hinein, bis zur Quellgrotte. Bereits 1240 als Heilquelle entdeckt und 1872 in Europas erstem Thermalhallenbad zugänglich gemacht, speist das Wasser bis heute die Tamina Therme des Grand Resort Bad Ragaz. Wer danach ins warme Becken eintaucht, setzt eine jahrhundertealte Tradition fort. Weitere Informationen unter www.grandresort.ch
Lošinj Hotels & Villas, Kroatien: Wanderschuhe und Wellenrauschen

Die kroatische Insel Lošinj ist nicht nur für ihre türkisblauen Buchten bekannt, sondern auch ein Geheimtipp für Wanderer: Über die Insel der Vitalität zieht sich ein 220 Kilometer langes Netz an Panoramawegen. Manche Pfade führen durch schattige Pinienwälder, andere entlang historischer Trockenmauern direkt an der Küste. Wer höher hinaus will, steigt zur Televrina auf, dem höchsten Punkt der Insel, mit Blick über den gesamten Archipel. Seit 1892 schätzen Besucher außerdem das heilsame Klima aus jodhaltiger Meeresbrise und über 1.000 wilden Kräutern. Nach der Wanderung erholt man sich in der Čikat-Bucht, wo das Boutique Hotel Alhambra und das moderne Bellevue mit Spa-Anwendungen locken. Weitere Informationen unter www.losinj-hotels.com
Amirandes, Kreta: Auf den Spuren des Zeus

Hinter Kretas azurblauer Küste erheben sich mächtige Bergmassive – eine eindrucksvolle Kulisse für Wanderungen aller Schwierigkeitsgrade. Pfade führen durch ursprüngliche Bergdörfer wie Anogia, wo Einheimische müde Wanderer mit einem Glas Raki empfangen, weiter durch wilde Schluchten wie die Aposelemis-Schlucht oder hinauf zur Lasithi-Hochebene. Vorbei an alten Windmühlen erreicht man schließlich die Dikteon-Höhle, die sagenumwobene Geburtsstätte des Zeus, mit Blick über das goldene Hochland. Zurück im Tal liegt das Amirandes Resort, das sich architektonisch an minoische Paläste anlehnt und dank des milden Inselklimas auch im späten Herbst zu Wandertagen unter freiem Himmel einlädt. Weitere Informationen unter www.amirandes.com
COMO Alpina Dolomites: Wo der Bergtag auf 1.800 Metern beginnt

Mitten auf der Seiser Alm, auf 1.800 Metern, beginnt die Wanderung direkt vor der Tür des COMO Alpina Dolomites. Zahlreiche Wege führen von hier durch Almwiesen und Wälder, mit Blick auf die Gipfel der Langkofel- und Plattkofelgruppe – geführte Touren in drei Schwierigkeitsstufen erschließen die UNESCO-geschützten Dolomiten. Besonders stimmungsvoll ist die wöchentliche Guided Mindful Hike: eine rund dreistündige, bewusst langsame Wanderung zur Bullaccia-Höhe. Nach den Höhenmetern setzt das Haus auf Erholung im COMO Shambhala Retreat, mit Bergheubad, alpinen Kräuterbehandlungen und einem 22 Meter langen Indoor-Outdoor-Pool mit Blick auf die Dolomiten. Weitere Informationen unter www.comohotels.com
Neun Ziele, ein gemeinsamer Nenner: Der Herbst schenkt klare Sicht, milde Temperaturen und leere Wege – beste Bedingungen, um die Wanderschuhe wieder einzupacken. Ob Kykladen oder Himalaya, Weinberg oder Gletschersee: Wer jetzt aufbricht, erlebt die Berge von ihrer schönsten Seite.
