Zwischen Hügeln und Horizonten, irgendwo in der Südweststeiermark, liegt ein Ort, der regelmäßig überrascht: Das Greith Haus in St. Ulrich ist viel mehr als eine Bühne – es ist ein Versprechen. Ein Versprechen auf Qualität, Vielfalt und kulturelle Nahversorgung mit Weitblick.
25 Jahre jung – und schon eine Institution. Das Greith Haus hat sich von der kühnen Vision einiger Kulturschaffender zum vielfach ausgezeichneten Kulturzentrum gemausert. Spätestens mit dem Österreichischen Kunstpreis 2025 wurde klar: Hier wächst Kultur aus dem Boden wie der Wein an den umliegenden Hängen – tief verwurzelt und dennoch weltoffen.
2026: Ein Jahr der starken Stimmen – Ob Schauspiel, Musik oder Bildende Kunst – das neue Programm klingt wie ein Statement für mutige Inhalte und formvollendete Vielfalt.
Widerstand, Witz und Weiblichkeit
Am 7. Februar bringen Die Rabtaldirndln ihr gefeiertes Stück AHNFRAUEN auf die Bühne – bissig, politisch, preisgekrönt (Nestroy!). Gemeinsam mit dem Kosmos Theater und dem Theaterland Steiermark zeigen sie, wie weibliche Stimmen alte Mythen aufbrechen und neue Geschichten schreiben.
Wenn Götter tanzen und Wiener singen
Nur Wochen später wird das Greith Haus zum Olymp: Das Schüler:innen-Musical Olympian Rhapsodie (26.–27. Februar) macht aus antiken Gottheiten eine poppig-bunte Bühnenparty. Und am 15. März heißt es: 20 Jahre 5/8erl in Ehr’n! Wiener Soul vom Feinsten – eine musikalische Liebeserklärung an die Leichtigkeit des Andersseins.
Frühling mit Klang und Charme
April steht im Zeichen lokaler Musiklust: Das Frühlingskonzert der Wolfram Berg- und Hüttenkapelle (11. April) und das Frühjahrskonzert des Trachtenmusikvereins St. Ulrich (18. April) sorgen für frischen Wind in Tracht. Und wenn Arkadia Arnfels am 25. April ihr 25-jähriges Bestehen feiert, wird klar: Gemeinschaft hat hier Klang.
Jazz, Kasperl und kulturelle Grenzgänge
Im Mai jazzt Emiliano Sampaio mit internationalem Orchester (9. Mai), während die Sankt Ulricher Schauspielgrößen Harry und Wolfgang Lampl (Die Direktträger) am 23. Mai augenzwinkernd ihre Heimat durchmessen – poetisch, pointiert, persönlich. Tags darauf kommt der Kasperl (24. Mai), am 29. Mai spielt das Wolfgang Muthspiel Chamber Trio auf: Improvisation als intime Momentaufnahme.

Südafrikanische Opernkunst und steirische Bildwelten
Am 7. Juni brilliert die Mezzosopranistin Megan Kahts mit Florian Krumpöck am Klavier. Und ab 19. Juni zieht Gerald Brettschuh in die große Sommerausstellung ein – eine farbgewaltige Retrospektive zum 85. Geburtstag des Künstlers, der die Steiermark wie kein anderer ins Bild setzt.
Herbstlich hell: Von Aniada bis Jelinek
45 Jahre Aniada a Noar (11. September) – ein Fest des steirischen Liedguts. Kurt Palm liest am 25. September scharfzüngig aus seinem Werk, und im Oktober glänzt Chormusik (Chorus sine nomine, 11. Oktober) sowie eine Fotoausstellung zum 80. Geburtstag von Elfriede Jelinek (ab 17. Oktober).
Die Peripherie strahlt – Ob Scheinwerferlicht oder leise Zwischentöne – das Greith Haus zeigt 2026, wie viel Kraft in regionaler Kulturarbeit steckt. Mit Haltung, Humor und Herz entsteht ein Programm, das nicht laut sein muss, um lange nachzuklingen.
Weitere Infos auf www.greith-haus.at
Foto: Rabtaldirndln_NicolaMilatovic / Die Direktträger_Bernhard Lampl

